Auf den Spuren der Berner Stadtigel

Medienmitteilung vom 26. Juli 2018

 

Bern, Juli 2018. Im Rahmen des Forschungsprojekts ¬ęIgel gesucht¬Ľ hat die Stadt Bern im Fr√ľhling dazu aufgerufen, Beobachtungen von Igeln auf der Plattform StadtWildTiere zu melden. In verschiedenen G√§rten haben Freiwillige mittels Spurentunneln bereits erste Stadtigel nachgewiesen. Weitere Meldungen sind jedoch n√∂tig, um eine gute Datengrundlage zum Igelvorkommen zu erhalten. Diese ist eine wichtige Voraussetzung f√ľr eine gezielte F√∂rderung.

 

Igel schlafen im dichten Geb√ľsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf Wiesen Insekten und W√ľrmer. Wer Igel beobachten m√∂chte, muss also wissen, wo sie sich gerne aufhalten. Naturnahe Innenh√∂fe und G√§rten sind zum Beispiel bei Igeln sehr beliebt. Da es Hinweise gibt, dass heute weit weniger Igel in den Schweizer St√§dten leben, als noch vor zwanzig Jahren, hat die Stadt Bern im Fr√ľhling im Rahmen eines Forschungsprojektes dazu aufgerufen, jede Beobachtung auf bern.stadtwildtiere.ch zu melden.

 

Bisher helfen rund 30 Freiwillige dabei, mit der Methode der Spurentunnel in ausgew√§hlten Gebieten der Stadt Bern Igel nachzuweisen. Die Spurentunnel sind mit Farbstreifen und Papier ausger√ľstet und werden in Privatg√§rten und auf Gr√ľnfl√§chen aufgestellt. Geht ein Igel durch den Spurentunnel hinterl√§sst er auf dem Papier seine Fussabdr√ľcke. Seit Anfang Mai wurden in den untersuchten Gebieten bei rund 65% der Spurentunnel Igel-Fussabdr√ľcke gefunden. Diese Resultate weisen darauf hin, dass die Igel in Bern zwar noch weit verbreitet sind, ihr Vorkommen jedoch L√ľcken aufweist, die weiter untersucht werden sollten. Aus diesem Grund ist jede einzelne Meldung wertvoll. Auf der Webseite bern.stadtwildtiere.ch kann man sehen, wo bereits Beobachtungen von Igeln gemacht wurden, und erfahren, wie man seinen Garten und die Umgebung der Siedlung igelfreundlich gestalten kann.

 

Information Projekt Stadtwildtiere

Das Angebot StadtWildTiere wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet.
Beobachtungen k√∂nnen f√ľr den gesamten deutschsprachigen Raum auf der Meldeplattform stadtwildtiere.ch eingetragen werden. Lokale Projekte finden aktuell neben Bern auch in den St√§dten St.Gallen, Winterthur, Z√ľrich, Wien und Berlin statt. Dieses Jahr haben sich die St√§dte Luzern und Chur angeschlossen.

 

Medienmitteilung zum Herunterladen unten an der Seite.

 

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Nik Inderm√ľhle, Fachstelle Natur und √Ėkologie, Stadtgr√ľn Bern, Telefon 031 321 71 29.

Hinweis an die Medienschaffenden: Die Bilder können unter http://www.bern.ch/medienmitteilungen heruntergeladen werden.

Folgende Bilder stehen f√ľr den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren bis Ende Juli 2018 kostenfrei zur Verf√ľgung.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

 

Abb. 1: Igel unterwegs in der Stadt.

 

© Anouk Taucher / stadtwildtiere.ch

 

Abb. 2: Einlage des Spurentunnels mit Igelspuren.

 

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