Projekt "Igel gesucht"

R√ľckgang der Igelpopulation?

In den letzten Jahren mehren sich die Hinweise, dass die Schweizer Igelpopulation abnimmt. So weisen z.B. die Resultate aus dem Projekt StadtWildTiere in der Stadt Z√ľrich einen Arealr√ľckgang von 33% in den letzten 25 Jahren aus. Helfen Sie uns herauszufinden, wie es um die Schweizer Igelpopulationen steht!

Melden Sie Ihre Igelbeobachtungen!

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bev√∂lkerung wollen wir Wissensl√ľcken √ľber die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere in der Schweiz schlie√üen. Auf der Basis der dabei gewonnen Daten k√∂nnen Ma√ünahmen erarbeitet werden, um Igel gezielt zu f√∂rdern. Haben Sie auf dem Nachhauseweg vom Kino oder auf dem n√§chtlichen Spaziergang durchs Quartier einen Igel gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

Freiwillige f√ľr Spurentunnel-Aktion gesucht

Zur Erg√§nzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bev√∂lkerung wollen wir mit Hilfe von sogenannten Spurentunnel sichtbar machen, wo Igel unterwegs sind. Dazu haben wir Kilometer-Quadrate ausgew√§hlt, in denen zwischen Mai und Ende August w√§hrend 5 N√§chten je 10 Spurentunnel aufgestellt werden sollen. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterl√§sst er dank den im Tunnel ausgebrachten Farbstreifen und Papier seine Fussabdr√ľcke. Auf diese Weise kann ein Nachweis f√ľr das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. F√ľr die Betreuung der Quadrate suchen wir noch Freiwillige. Sind Sie interessiert?

Projekte in Bern, Chur, Luzern und ein schweizweites Projekt

In Z√ľrich wurde 2016, in St.Gallen 2017 ein Igel-Projekt mit Spurentunnel-Aufnahmen statt. Im 2018 werden die Igelpopulationen in Bern, Chur und Luzern mit Hilfe von Spurentunneln untersucht. Zudem findet im Rahmen des neuen S√§ugetieratlas ein gesamtschweizerisches Projekt statt, mit Untersuchungsgebieten, die √ľber die ganze Schweiz verteilt sind.

 

© stadtwildtiere.ch

Wieso Igel erforschen?

© Martin Goebel / stadtwildtiere.ch

 

Die Igelpopulation der Stadt Z√ľrich wurde 1993 auf mehr als 2500 Tiere gesch√§tzt. 25 Jahre sp√§ter mehren sich die Hinweise, dass die Igelpopulation r√ľckl√§ufig ist und die Resultate aus den aktuellen Projekten verzeichnen einen Arealverlust von 33% auf dem Gemeindegebiet der Stadt Z√ľrich.

R√ľckgang auch in anderen L√§ndern

Der r√ľckl√§ufige Trend deckt sich mit den Erfahrungen aus andern europ√§ischen L√§ndern. Die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Gr√ľnr√§ume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Schweizer Igelpopulation steht und was die Gr√ľnde f√ľr den R√ľckgang sind!

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere Bern
Träger