Iltis
Mustela putorius
© P. Trimming / Wikimedia Commons

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald
Feuchtgebiet

D√§mmerungs- und nachtaktiver Einzelg√§nger, jedes Tier mit individuellem Aktivit√§tsgebiet. M√§nnchen gr√∂√üer und schwerer als die Weibchen. Verstecke im Winter in Scheunen, St√§llen, Heuhaufen, Erd- und Felsh√∂hlen. Ruhepl√§tze im Sommer auch unter Wurzeln und in Holzst√∂√üen. Der Iltis ern√§hrt sich haupts√§chlich von Amphibien ( Fr√∂sche, Kr√∂ten ), ebenso von Nagetieren und V√∂geln. Klettert selten, kann gut schwimmen und tauchen, jagt auch in Gew√§ssern. Jungtiere √∂ffnen ihre Augen erst im Alter von 30 Tagen, wenn sie schon mit Fleisch gef√ľttert werden. Starker R√ľckgang der Iltispopulationen wegen abnehmender Amphibienbest√§nde, Verlust von deckungsreichen Verbindungswegen (Geh√∂lze, Bachufer ) in landwirtschaftlichen Gebieten, vielleicht auch wegen der Pestizidbelastung der Beutetiere.

 

Erkennungsmerkmale 
Lang gestreckter K√∂rper, kurze Beine, buschiger Schwanz. Typische Gesichtszeichnung: wei√üer Fleck um die Schnauze, Ohrr√§nder und Augenumgebung heller als √ľbriges Gesicht.
Lebensraum 
Mit Wiesen und Feldern aufgelockerte Waldgebiete. Kehrichtdeponien. Auch im Siedlungsraum, in Familiengärten.
Gefährdungsgrad
Verletzlich
√Ąhnliche Arten
Die beiden nahe verwandten Wieselarten Hermelin und Mauswiesel sind bedeutend kleiner als der Iltis und haben keine Gesichtsmaske. Ihr Körper ist jedoch ebenfalls schlank und langgezogen wie beim Iltis.
Ma√üe 

Kopf-Rumpf-L√§nge 31 ‚Äď 46 cm

Aktivit√§tszeit 
Ganzjährig aktiv, mit reduzierter Aktivität während des Winters.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Heimlichtuer

Iltisse leben auch im Siedlungsgebiet sehr heimlich und sind daher schwierig zu entdecken. Sie sind meist in der Dämmerung und nachts unterwegs.

Der Iltis jagt an Gewässern mit buschreichen und bewaldeten Uferzonen nach Fröschen und Kröten. Vielleicht werden Sie auf einem abendlichen Spaziergang auf den Heimlichtuer aufmerksam, wenn dieser im Dickicht von Straßen- oder Wegböschungen nach Fröschen stöbert und dabei raschelnde Geräusche verursacht. Im Winter zieht es Iltisse auch in Gebäude wie Ställe oder Scheunen, wo sie Mäusen und Ratten nachstellen.

In Asthaufen finden Iltisse gute Verstecke f√ľr die Aufzucht ihrer Jungen.

© K. Märki / swild.ch

Der Iltis mag‚Äės feucht und buschreich

Iltisse brauchen vielfältige, gut strukturierte und vernetzte Lebensräume.

Aufgrund seiner Spezialisierung auf Amphibien ist der Iltis auf naturnahe Gew√§sser angewiesen. Im Siedlungsgebiet sind nat√ľrliche Ufer an Gr√§ben und B√§chen mit viel Deckung, Hecken oder dichte Geb√ľsche nicht nur ergiebige Jagdgebiete sondern auch gute Vernetzungsachsen. Helfen Sie mit, Ihre Wohnumgebung naturnah zu gestalten, ehemalige Feuchtgebiete zu renaturieren und bestehende nat√ľrliche (Feucht)-Gebiete zu f√∂rdern oder zu sch√ľtzen.

Gefahren 
  • Verkehr: Das Stra√üennetz ist in Mitteleuropa sehr dicht. Wie vielen anderen Wildtierarten wird der Autoverkehr auch dem Iltis dementsprechend h√§ufig zum Verh√§ngnis.
  • Verlust von Lebensraum: Der Iltis leidet unter dem R√ľckgang von Feuchtgebieten und damit auch von Amphibien, seiner bevorzugten Nahrung, sowie unter der Zersiedelung, Zerst√ľcklung und der intensiven Landwirtschaft.¬†
  • Fressfeinde: u.a. wildernde Hunde
Beobachten im Tierpark

Im Tierpark Goldau können Iltisse beobachtet werden.

Mehr Informationen 

Paul Marchesi, Claude Mermod, Hans C. Salzmann. 2010. Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag.

Schutz der kleinen Säugetiere. Eine Arbeitshilfe. Kanton Aargau. Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)

Service
Betreut von SWILD
StadtWildTiere Bern
Träger