Maulwurf
Talpa europaea
© Pixelumbau, Fotolia

Lebensraum

Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Kleine Augen im Fell versteckt, √§u√üeres Ohr fehlt. Selten auf der¬†Erdoberfl√§che, nur stark aufgeworfene, vulkan√§hnliche Erdh√ľgel¬†deuten auf seine Pr√§senz hin. Unterscheidung zu den Erdh√ľgeln der¬†Schermaus ist nicht ganz einfach, Gangdurchmesser beim Maulwurf¬†2 Finger breit, Ausgangsloch senkrecht in der Mitte des H√ľgels. Oft¬†wohnen beide Arten im gleichen Gangsystem. Der Maulwurf verbringt¬†praktisch sein ganzes Leben unterirdisch, im selbst gegrabenen¬†Gangsystem. Populationsdichte je nach Lebensraumqualit√§t um die 4‚Äď5 Tiere pro Hektar. Ern√§hrt sich fast ausschlie√ülich von¬†Regenw√ľrmern, legt z.T. Nahrungsvorr√§te f√ľr schlechte Witterung an.¬†Wird von Fuchs, Hermelin, Eulen und Greifv√∂geln, sowie Graureiher¬†und Menschen gejagt.
Erkennungsmerkmale 
Dunkles Fell, √ľbergro√üe Vorderf√ľ√üe (Grabschaufeln), fleischfarbige Schnauze.
Lebensraum 
In B√∂den, die tief genug zum Graben und fruchtbar sind. In Wiesen, Parks, G√§rten, √Ącker und W√§ldern.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
√Ąhnliche Arten
Der Maulwurf kann mit keiner anderen Art verwechselt werden. Neben dem Maulwurf machen auch Scherm√§use Erdh√ľgel: Maulwurfh√ľgel sind kugelig und rund und oft in einer Linie aufgereiht, w√§hrend Schermaush√ľgel eher abgeflacht sind und am Ende eines Seitengangs liegen.
Ma√üe 
Kopf-Rumpf-L√§nge 12,4‚Äď14,2 cm,
Schwanz 2,7‚Äď3,8 cm, Gewicht 60‚Äď120 g.
Aktivit√§tszeit 
Ganzjährig aktiv
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Sag mir, wie dein H√ľgel aussieht...
Maulw√ľrfe leben die meiste Zeit ihres Lebens unterirdisch. Deshalb wird man kaum je einen Maulwurf zu Gesicht bekommen. Aber ihre Spuren verraten dennoch ihre Anwesenheit.¬†Maulw√ľrfe graben ihre Gangsysteme mit ihren kr√§ftigen Vorderextremit√§ten selber. Beim Graben schieben die kleinen Tiere alle paar Meter die Erde mit dem Kopf nach oben. Dabei entstehen die typischen Erdh√ľgel. Auch die Schermaus gr√§bt Erdg√§nge mit oberirdischen Erdh√ľgeln. Anhand der Form und Anordnung der H√ľgel lassen sich die beiden so unterschiedlichen S√§ugetiere gut unterscheiden.

  • Maulwurfh√ľgel: Der Maulwurfh√ľgel ist hoch und rund. Das Loch zum Gangsystem befindet sich in der Mitte des H√ľgels und f√ľhrt senkrecht nach unten. Die Anordnung der H√ľgel ist regelm√§√üiger als bei der Schermaus.¬†
  • Schermaush√ľgel: Die Schermaush√ľgel sind l√§nglich und flach. Oft befinden sich darin gut sichtbar Wurzeln oder Gras, da Scherm√§use Pflanzenfresser sind und in den Grabg√§ngen nach Wurzeln und Knollen suchen. Das Ausschubloch befindet sich meist am Rand des H√ľgels.

Unterirdische Insektenfresser
Maulw√ľrfe erbeuten in ihren G√§ngen Regenw√ľrmer, Engerlinge und andere Insektenlarven. Damit sind sie auf lockere, gut durchl√ľftete B√∂den angewiesen und kommen eher auf Wiesen und in Wohnsiedlungen am Rande der Siedlungsgebiete vor. Scherm√§use sind als Pflanzenfresser bez√ľglich der B√∂den weniger heikel. Sie dringen weiter in das Siedlungsgebiet vor als Maulw√ľrfe.

 


© PRA, Wikimediacommons
Maulwurfh√ľgel in typischer Anordnung.

 

Toleranz ist gefragt
Vor allem im Fr√ľhling k√∂nnen ihre frisch aufgeworfenen Erdh√ľgel auf Rasenfl√§chen, in Blumenbeeten, aber auch auf Wiesen f√ľr √Ąrger sorgen. Maulw√ľrfe sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser. Sie fressen keine Wurzeln, sondern Insekten und vertilgen eine ganze Reihe von Insektenlarven wie z.B. Engerlinge, was f√ľr den Menschen n√ľtzlich ist. Wenn immer m√∂glich sollten Maulw√ľrfe in Ruhe gelassen und ihre H√ľgel toleriert werden. Immerhin sind sie ein Zeichen f√ľr einen gut durchl√ľfteten Boden mit einer lebendigen Bodenfauna.

Gefahren 
  • Die nat√ľrlichen Feinde des Maulwurfs sind F√ľchse und Eulen. Auch Hauskatzen k√∂nnen einmal einen Maulwurf erbeuten.
  • Maulwurfh√ľgel werden oft mit Schermaush√ľgeln verwechselt, was dem Maulwurf zum Verh√§ngnis werden kann. Scherm√§use k√∂nnen an Obstkulturen einigen Schaden anrichten und werden deshalb bek√§mpft. In den Fallen, die f√ľr Scherm√§use gestellt werden, landen oft auch Maulw√ľrfe, obwohl sie als Insektenfresser f√ľr Obstb√§ume und andere Pflanzen keine Gefahr bedeuten.
  • In Deutschland ist das Bek√§mpfen von Maulw√ľrfen verboten.¬†
Mehr Informationen 

In der ausf√ľhrlichen Monografie √ľber den Maulwurf berichtet G√ľnther R. Witte aus eigenen 20j√§hrigen Forschungsarbeiten und erm√∂glicht ungeahnte Einblicke in das Leben dieses kleinen Insektenfressers.¬†

Ungew√∂hnliche Grabaktivit√§ten von Maulw√ľrfen in Graub√ľnden im Winter 2011.

StadtWildTiere Bern
Träger